Der Artikel behandelt das wichtige Thema der Standards und Normen für das archivische Handeln und Funktionieren. Die Palette ist breit und herausforderend. Der Grundton des Artikels leuchtet ein: Das Archivwesen muss mit dem Trend Schritt halten, damit die Professionalisierung, die Qualität, der Investitionsschutz, der Austausch und generell der Anschluss mit Gesellschaft und Wirtschaft gewährleistet bleiben. Normierung und Standardisierung ist mittlerweile für alle archivischen Bereiche relevant: Übernahme und Bewertung, Erschliessung, Bestandserhaltung sowie Benutzung, Forschung und Vermittlung. Folgende Normen und Standards werden insbesondere genannt:
Alle Standards und Normen wurden an einer Tagung thematisiert. Diese fand 10.-11. Juni 2010 in Bonn statt und wurde vom LVR-Archivberatungs- und Fortbildungszentrum organisiert. Viele Aspekte kamen zur Sprache, eine Innen- und Aussensicht (z.B. von Trägerorganisationen, Versicherungen) war möglich. Ich halte noch zwei interessante Aussagen im Artikel fest: "Normen werden kaum noch national erarbeitet werden, sondern in immer stärkerem Masse internationalisiert" (Sebastian Barteleit, 425); "Inhaltliche und IT-Anforderungen liessen sich nicht mehr strikt voneinander trennen: Standards wie MoReq2 und DOMEA vermittelten Expertisen über Datenmodelle und Metadatenstandards und eine Sprache (Modellierung), die es erlaube mit den Verwaltungen einerseits und den IT-Abteilungen andererseits auf Augenhöhe zu kommunizieren" (Ulrike Spree, 425).