Die Autorin bespricht die Ergebnisse einer zweitägigen Konferenz in London. Es wird dargestellt, dass bibliothekarisch-dokumentarisches Wissen für die Strukturierung und "ressortübergreifende, teilweise sogar behördenübergreifende" Beschreibung der Internet-Inhalte zunehmend wichtiger wird. "Thesauri [Schlagwortlisten; intellektuelle, formale und inhaltliche Erschliessung] sind (...) wieder in Mode - und zwar nicht mehr nur in Fachkreisen (...), sondern nun als Instrument zur Erreichung der von höchster Stelle gewünschten Modernität, Transparenz, Aktualität, Zugänglichkeit" (299).
E-Government, E-Democracy und E-Politics haben alle mit Internet, Intranet, Wissensorganisation, IuK-Technik, Dienstleistungsorientierung usw. zu tun. Sie kommen aber nicht ohne fachliche und methodische Unterstützung aus. Neben Bibliothekaren und Dokumentaren, die insbesondere "E-Journals, Links zu (...) Gesetzessammlungen, Regierungsdokumenten und externen Datenbanken" (300) aufbereiten können, sind es v.a. auch Records Manager und Archivare, die für die Verwaltung und Verfügbarstellung der Records, Dossiers und Serien in ihrem Handlungs- und Entstehungsgeschäftskontext Sorge tragen müssen.