Vermittlung und Benutzung


Torsten Schassan: Codices Electronici Ecclesiae Coloniensis. Ein bibliothekarisches Digitalisierungsprojekt

Der Archivar. Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen, 56 (2003), Heft 1 (Februar), S. 33 - 37

Rezensent Peter Toebak

Das Projekt zur Digitalisierung des mittelalterlichen Handschriftenbestands der Kölner Erzbischöflichen Diözesan- und Dombibliothek wird vorgestellt. Es handelt sich um fast 400 Manuskripte mit insgesamt etwa 130.000 Seiten. Bestehende Kataloge wurden auf der Basis eines europäischen Standards für Handschriftenbeschreibung und -katalogisierung verarbeitet (mit Tags ausgezeichnet). Pro Manuskript wurde eine XML-Datei mit allen einzelnen relevanten Katalogeinträgen erstellt und als Datensatz in ein Datenbankprogramm eingelesen. Die Daten können jetzt mittels Queries abgefragt und in dynamisch generierten HTML-Seiten ausgegeben werden.

Die Original-Bilddateien (Master-Dateien) liegen im TIFF-Format vor, die Präsentationsdateien in JPEG-Format, nämlich in vier verschiedenen Auflösungen (schneller Überblick, Arbeitsfassung, verbesserte Lesbarkeit, detaillierte Betrachtung). Die Digitalisate (Master-Dateien) haben eine 24 Bit Farbtiefe und eine Mindestauflösung von 300 dpi. Sie sind im Normalfall zwischen 35 MB und 45 MB gross.

Der Autor behandelt vier Grundsatzfragen im Fall eines Digitalisierungsprojekts:

Das Projekt wird von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) finanziert, wie auch ein ähnliches Projekt des Bremer Staatsarchivs (siehe Bettina Schleier, "Digitalisierung eines grösseren Bildbestands - ein Erfahrungsbericht", im gleichen Heft des Archivars, S. 44-47).