Mikroverfilmung und elektronische Archivierung


Thomas Parschik: Durchführung von Digitalisierungsprojekten in Bibliotheken

Bibliotheksdienst. Organ der Bundesvereinigung deutscher Bibliotheksverbände (BDB), 40 (2006), Heft 12 (Dezember), S. 1421 - 1443

Rezensent Peter Toebak

Der Artikel basiert auf einer Diplomarbeit und behandelt kursorisch alle relevanten Aspekte eines Digitalisierungsprojekts. Die Projektplanung, die Wirtschaftlichkeit, das konkrete Vorgehen, die Formatvorgaben, die (parallele) Sicherheitsverfilmung, die Auflösung und Farbtiefe, die Qualität und Technik des Scanners, die Aufbewahrung, die formale und inhaltliche Erschliessung, die Indexierung, das OCR-Verfahren, die strukturierte Ablage, der Schutz der Objekte und das Urheberrecht kommen alle zur Sprache. Vieles ist natürlich nicht neu, als Einstiegs- und auch als Wiederholungsliteratur in die Materie ist der Artikel dennoch wertvoll.

Einige Elemente, die auffällen:

Der Artikel gibt indirekt einen relevanten Hinweis für das Records Management. So kostet die manuelle Indexierung eines Dokuments (wobei ein inhaltliches Verständnis des Informationsobjekts vorausgesetzt wird) 15 Minuten. Natürlich ist die detaillierte bibliographische Autopsie mit formalen und inhaltlichen Angaben gemeint. Doch wird ersichtlich, wie wichtig es ist, mit einem gut durchdachten logischen Gerüst im Hintergrund die Metadatenerfassung der Unterlagen-Records soweit möglich zu automatisieren.