Vermittlung und Benutzung


Otto Oberhauser: Web-Umfrage zur Benutzung von Card-Image Online-Katalogen

Teil 1 Anlage und Durchführung der Befragung

Bibliotheksdienst. Organ der Bundesvereinigung deutscher Bibliotheksverbände (BDB), 35 (2001), Heft 9 (September), S. 1014 - 1026

Teil 2 Ergebnisse der Befragung

Bibliotheksdienst. Organ der Bundesvereinigung deutscher Bibliotheksverbände (BDB), 36 (2002), Heft 8/9 (August/September), S. 1065 - 1090

Rezensent Peter Toebak

Elektronische Zettelkataloge, wo Katalogzettel durch Scanning digitalisiert werden, der Sucheinstieg meist grob bleibt (z.B. über Index manuell erfasster Ordnungsbegriffe jeder n-ten Karte) und mittels Blättern nach vorne oder hinten unterstützt wird, sind eine zeit- und kostengünstige Alternative für retrospektive Katalogisierung umfangreicher Kartenkataloge.

Die Methode ist v.a. in der deutschsprachigen Bibliothekswelt recht populär, hat aber auch in der angelsächsischen Bibliothekswelt einen gewissen Anhang. In Analogie zu OPAC (Online Public Access Catalog) wird seit kurzem in diesem Zusammenhang von CIPAC (Card-Image Public Access Catalog) gesprochen. Der Verfasser des Beitrags ist etwa 50 derartige Kataloge auf den Spur gekommen, "sowohl als Interims- als auch als Dauerlösungen" (1065).

Der Autor präsentiert im ersten Artikel die Methodik einer Benutzerbefragung über das WWW, die via einen Link auf den Websites der Image-Kataloge mitarbeitender Bibliotheken in Österreich, Tschechien, Deutschland und der Schweiz abrufbar war. Die Ergebnisse folgen im zweiten, sehr analytischen Artikel. Sie sind interessant, weil die CIPACs den Zettelkatalogen alten Stils und den normalen OPACs gegenüber gestellt werden. Auch die Typen des CIPAC-Modells werden in das Auge gefasst.

Im 2. Teil wird ersichtlich, dass die Benutzer CIPACs sicher schätzen zu wissen, obwohl sie auch die Nachteile, wie die Handschriftlichkeit vieler Vorlagen und die primitiveren Such- und Blättermöglichkeiten, betonen. Herkömmliche Kartenkataloge sind auch noch nicht völlig vergessen, während der on-line Zugriff über das Internet (Autorsnamen, Titel, Sachthemen) wohl als der grösste Gewinn erfahren wird. CIPACs mit Indizes, also v.a. die Deutschen und die Schweizer Kataloge, werden am Besten benotet.