Die Bremer Kartensammlung umfasst etwa 3.800 historische Karten (Regional- und Übersichtskarten), von Deutschland, Europa, Asien, Afrika und Amerika. Die Karten waren bisher nur mittels eines alphabetischen Zettelkatalogs auffindbar. Jetzt ist die Kollektion digitalisiert und elektronisch erfasst. Das Projekt geschah im Rahmen des DFG-Förderprogramms Retrospektive Digitalisierung von Bibliotheksbeständen.
Die Digitalisierung dauerte ca. 12 Monate und wurde im Haus selber durchgeführt. Die Master-Exemplare verfügen (lediglich) über eine Auflösung von 300 dpi, dafür ist die Farbtiefe 24 Bit (True Color); das gewählte Datei-Format betrifft TIFF. Für die Darstellung im Internet wurde der Master-Bestand komprimiert (Farbtiefe 8 Bit, AKF-Format mit LZW-Algorithmus). Die Auflösung der Internet-Bilder beschränkt sich auf 72 dpi, damit die Ladezeit der Bild-Dateien kurz bleibt.
Die inhaltliche Erschliessung bezieht sich auf drei Komponenten. Eine geographische (visuelle Auswahl von Suchbereichen auf aktuellen Übersichtskarten) und thematische Suchfunktion (verbale Suchanfragen über Titelstichworte, Schlagworte, Personennamen und Erscheinungsjahre) sind vorhanden. Das Ortnamensverzeichnis ist sowohl nach modernen als auch nach historischen Schreibweisen erstellt. Die geographische Suche erleichtert vor allem das Auffinden von Kartenmaterial, für welches Metadaten wie Titel, Herausgeber und Herkunft nicht bekannt sind.
Für ein anderes Beispiel, siehe Heinz Peter Brogiato und Katarina Horn, "Der historische Bildbestand im Institut für Länderkunde Leipzig. Aufbau eines digitalen Langzeitarchivs", in: Nachrichten für Dokumentation (NfD). Zeitschrift für Informationswissenschaft und -praxis, 54 (2003), Nr. 1 (Januar/Februar), S. 27 - 31. Dieser Artikel enthält leider kaum technische und fachlich-methodische Angaben.