Vermittlung und Benutzung


Ursula Jutzi und Alice Keller: ETH E-Collection. Aufbau einer innovativen Publikationsplattform an der ETH Zürich

Bibliotheksdienst. Organ der Bundesvereinigung deutscher Bibliotheksverbände (BDB), 36 (2002), Heft 11 (November), S. 1578 - 1589

Rezensent Peter Toebak

Die Autorinnen fassen das ETH-Projekt E-Collection zusammen, wobei bereits mehr als 3.000 Dokumente aus der sogenannten "Grauen Literatur" (Dissertationen, Lehrmaterialien, Jahresberichte usw.) in Volltext oder Abstractform auf dem Internet zur Verfügung gestellt werden. Der Artikel ist auch für Archivare interessant, die sich immer stärker mit der elektronischen Archivierung und der Archivinformatik auseinander setzen (müssen).

Das Gewicht von Metadaten (im MARC-Format) wird sehr deutlich. Diese werden zuerst im Master-Bibliothekssystem der ETH (dem Bibliothekskatalog NEBIS) erstellt und danach alltäglich automatisch der Präsentations-Software auf dem Server der E-Collection übertragen. Die Erzeugung aktueller Titellisten (im HTML-Format) und Aufbereitung "on the fly" konkreter Einzeltitelanzeigen mit URL-Link der Dokumente oder Primärdaten, durch das Anklicken eines Eintrags in der Titelliste, sind kreativ gelöst.

Das Projekt ist ein Publikums-Erfolg, ist Teil des strategischen Programms ETH World und wird in die Open Archives Initiative (OAI), zum internationalen Metadatenaustausch zwischen v.a. Bibliotheken und Archiven als Lieferanten elektronischer Ressourcen, eingebunden. Die Metadaten im MARC-Format müssen mit Hinsicht darauf in das OAI Metadata Harvesting Format umgewandelt werden.

Der Artikel behandelt viele Aspekte, z.B. auch dass der Erwerb der Primärdaten ein gewisses Marketing, ein zunehmendes Ansehen und einen wachsenden Bekanntheitsgrad der Sammlung voraussetzt. Die Autorinnen hätten meiner Ansicht nach nur noch etwas mehr über die Dateiformate der Dokumente (Original-Format, PDF, HTML?) und die Dokumentenstrukturen zur Verknüpfung der Volltexte, Abstracts, Beilagen, Video-Clips usw. ausführen können.