Mikroverfilmung und elektronische Archivierung


Ulrich Fischer und Wilfried Reininghaus: DFG-Vorstudie 'Retrokonversion archivischer Findmittel'. Die wichtigsten Ergebnisse des Projekts

Der Archivar. Mitteilungsblatt für deutsches Archivwesen, 59 (2006), Heft 4 (November), S. 329 - 333

Rezensent Peter Toebak

Das deutsche Archivwesen ist auf gutem Wege, den Rückstand bei der Digitalisierung maschinenschriftlicher Findmittel (allmählich) wett zu machen. Bereits 1997 war der allgemeine Wunsch, "in einer voraussehbaren Zukunft 100% der Beständeübersichten, 10% der Findmittel und 1% des Archivguts digital vorzuhalten" (329). Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt das Vorhaben mittlerweile tatkräftig. Die gesamten Kosten werden heute auf 9,7 Mio Euro für 6 Mio Datensätze geschätzt.

Grundsätzlich haben alle 4.000 Archive in Deutschland die Möglichkeit, von der Unterstützung zu profitieren, solange die Kriterien Nutzungsintensität und Informationsverdichtung auf die Bestände zutreffen. Der Minimalstandard bei der Erschliessung umfasst das Vorhandensein einer ausreichend beschreibenden Information, z.B. von Signaturen, der Laufzeit und einer klassifikatorischen Ordnung der Verzeichniseinheiten. Die Quote der korrekt erkannten Zeichen (OCR) soll bei der Digitalisierung und Umwandlung in Coded Information (CI) bei 99,8% legen, während die entstandenen Daten in XML-Format nach einem vorgegebenen DTD vorliegen müssen.