Im Artikel steht die Funktionalität, Landkarten im weiteren räumlichen Kontext am Bildschirm darzustellen, im Vordergrund. Es handelt sich um einen Prototypen für die Online-Visualisierung von Karten mittels eines Cascading-Mapservers. Der digitale Bestand enthält vorläufig nur einen kleineren Teil der etwa 40.000 topographischen und thematischen Karten der Gemeinschaftsbibliothek mehrerer Institute im Wissenschaftspark Albert Einstein in Potsdam (Geoforschung, Klimaforschung, Polar- und Meeresforschung; historisch gewachsene Landkartensammlung).
Es wird ersichtlich, wie ein Grundstamm von Metadaten (die "elementarsten Metadaten") neben den Eckpunktkoordinaten der Landkarten für die Beschreibung, Erschliessung und Darstellung notwendig ist: Kartentitel, Signatur bzw. Standort und Kartenmassstab. Sie befinden sich alle in einer Shape-Datei mit Linien-Topologie und Sachdatentabelle. Standard-Formate spielen ebenfalls eine Rolle: HTML für die Internet-Darstellung und PNG für die Grafiken. Die Nutzer können per Internet-Browser in einen Ausschnitt der Übersichtskarte hinein zoomen und Sachdaten zu den einschlägigen Kartenwerken auffinden.
Das Projekt wird weiterverfolgt, wobei der OGC-Standard (des Open GIS Consortiums) und das URL-Schema gewährleisten, dass Kommunikation mit Mapservern verwandter Kollektionen möglich wird.