Im Artikel wird klar, wie das DC-Umfeld sich in den letzten Jahren entwickelt hat. Die Vernetzung setzt sich weiter durch, mehr Interoperabilität ist dadurch notwendig. Die Qualität der Daten wird immer wichtiger, was auch den Zusammenhang zwischen der DCMI (Dublin Core Metadata Initiative) und dem Semantic Web erklärt. Die DCMI war zunächst als einfaches Metadaten-Schema für Webressourcen konzipiert und gilt mittlerweile als ISO Standard (ISO 15836:2003). Zwei generische, abstrakte, hauptsächlich semantische Datenformate waren das Ergebnis (Dublin Core Simple mit 15 Elementen und Dublin Core Terms oder Qualified Dublin Core mit zusätzlichen Refinements). Der DC-Set ist überdies auch der kleinste gemeinsame Nenner vieler Application Profiles (Anwendungsprofile für spezifische, konkrete Fach- und Organisationsbereiche) geworden.
Formale Regelwerke wie SKOS Core (Simple Knowledge Organisation System Core) fungieren als kontrolliertes Vokabular oder Katalogisierungsschema. Sie schreiben vor, wie bestehende Klassifikationen und Thesauri auf die strenge, maschinenlesbare Repräsentationssprache einer Ontologie zugeschnitten werden müssen oder umgekehrt. Sie sind z.B. dem DC-Feld Subject hinterlegt. Für die Datenhaltung, Syntax und Implementierungstechnik eigenen sich XML-Schemen und insbesondere RDF. Die Tendenz ist deutlich (auch im Zusammenhang mit OAI PMH): Fortbauend auf vorhandenen Datenbasen wird versucht, soviel möglich Datenqualität automatisch zu ernten. Doch lassen die "Nachbearbeitungsprozesse (...) sich nicht so weit automatisieren, dass alles einfach den Maschinen überlassen werden kann. Die Maschinen sind vielmehr dafür da, den Menschen die Übersicht zu gewähren, damit sie effizienter eingreifen können" (1616). Die Ausgangsqualität und die Datenkonsistenz sind oftmals halt zu verschieden.
Der Artikel schliesst mit einer Auflistung relevanter Web-Links ab.