Der Autor behandelt auf klare und gut verständliche Weise das Wesen und den Sinn eines integrierten Content Management Systems (CMS) für Fernseh- und Rundfunkanstalten. Zeitersparnis, Qualitätserhöhung, Abbau redundanter Tätigkeiten und verbesserter Integrität der Informationsbestände sind die erklärten Ziele. Stärkere Ansprüche an die Mitarbeiter-Qualifikation, nicht pauschale Verringerung des Personalbestands sind die Folgen, auch wenn mehrere Abläufe weitgehend automatisiert werden können. Manuelle Annotation (Logging, Filing, Echtzeitannotation) und Kontrolle automatisch erzeugter Daten bleiben z.B. wichtige Elemente.
Content Management und Dokumenten Management haben vieles gemeinsam:
Thomas gibt für das Content Management darum Ratschläge, die auch für das Dokumenten Management Relevanz haben:
Näher angeschaut liegen die Akzente selbstverständlich anders. Bei Dokumenten Management stehen Objekte, d.h. Dokumente oder Sammlungen von Dokumenten (Dossiers, Subdossiers, Serien) im Vordergrund, die das z.T. sogar ungemeinte Ergebnis primärer Arbeits- und Entscheidungsprozesse sind. Sie müssen für die Nachvollziehbarkeit und Effizienz "eingefroren" abgelegt werden und über ihren Lebenszyklus hinweg recherchierbar bleiben. Bei DM geht es nie um Objekte als Hauptprodukt eines Prozesses (wie bei CM). Doch kann die Wiederverwendung einer Kopie als Basis für neue Prozesse in anderem Kontext auch im DM-Bereich sehr effizient sein.
(*) "Ein Content Management System verwaltet (...) Essence und Metadaten, wohingegen ein Asset Management System zusätzlich eine Rechteverwaltung beinhaltet" (284).