Fundraising und Sponsoring sind interessante Instrumente, welche die Grundfinanzierung einer Kultureinrichtung aus öffentlicher Hand mit privaten Mitteln ergänzen können. Sie sind nicht nur eine mögliche Reaktion auf die zunehmenden Sparauflagen, sie passen auch vorzüglich zu den neuen Verwaltungsfilosofien wie New Public Management (Wirkungsorientierte Verwaltungsführung).
Am 13. November 1998 wurde an der Fachhochschule Potsdam eine Tagung über Fundraising und Sponsoring organisiert, die "sowohl spezifisches Methodenwissen als auch schon vorhandenes Erfahrungswissen" präsentierte. Die Referate werden in 1999 publiziert. Im Artikel werden die Beiträge (vor allem aus Deutschland, aber auch aus Österreich, der Schweiz und England) in Erwartung dieser Publikation zusammengefasst.
Die Autorin beschränkt sich auf einige Erläuterungen im Zusammenhang mit dem Thema, die aber für Interessenten schon inspirierend und lehrreich wirken können:
Im besten Fall geht es um eine ergänzende Mittelbeschaffung, die nur mit recht viel Aufwand erzielbar ist. Doch sollte jeder Archivleiter oder jede Archivleiterin sich mit dieser Art von Finanzierung auseinandersetzen. Die Zeichen der Zeit müssen auch von ihnen verstanden werden. Hinzu kommt, dass oft nicht die Grundfinanzierung extra Qualität oder mehr Dienstleistung ermöglicht, sondern gerade die zu erwerbenden Zusatzmittel. Viele Methoden des Fundraisings und Sponsorings versprechen zum Schluss auch bei regulären öffentlichen Geldgebern oder Leistungskäufern Erfolg.