Personal und Organisation


Karin Pauleweit: Betriebsvergleich an Öffentlichen Bibliotheken. Zum Abschluss des Projekts

Bibliotheksdienst. Organ der Bundesvereinigung deutscher Bibliotheksverbände (BDB), 31 (1997), Heft 12 (Dezember), S. 2276 - 2279

Rezensent Peter Toebak

Ende Oktober 1997 wurde das Projekt "Betriebsvergleich an Öffentlichen Bibliotheken" mit Vorschlägen für den Einsatz betriebswirtschaftlicher Methoden in den Öffentlichen Bibliotheken abgeschlossen. Anlässlich dieses Ereignisses wurde eine Tagung organisiert, woran sich Fachleute und kommunale Vertreter beteiligten.

Hier waren einige nicht völlig neue, jedoch richtige Aussagen zu hören: 1. Veränderungsprozesse rufen psychologische Widerstände auf. Innerbetriebliche Kommunikation ist unerlässlich. 2. Reine Zahlenvergleiche bieten vor allem wertvolle Hinweise für die internen Steuerungszwecke in der Bibliothek, über die Qualität der Arbeit, das Umfeld, Inhalt und Zweck der unterschiedlichen Einrichtungen (Benchmarking) sagen sie weniger aus. 3. Bibliotheken sollten in ein koordiniertes Netzwerk vorhandener Kultureinrichtungen (z.B. einer Gemeinde) eingebunden werden. Gegenseitige Konkurrenz wirkt verkehrt, auch in der Imagebildung. 4. Bibliotheke präsentieren sich nicht optimal gegenüber den vielbeschäftigten Politikern. Diese wollen in erster Linie eine Verdichtung auf Kerndaten mit aussagefähiger Kommentierung.

Selbstverständlich gelten diese Punkte ebenso für Archive, die sich professionell und aktiv präsentieren wollen. Zusammenarbeit, sogar eine Art Integration der verwandten Institutionen können zudem mehr finanzielle Tragfläche bieten zur Aufhebung der Arbeitsrückstände (Erschliessung, Bewertung, Konservierung, Restaurierung) und Finanzierung der (künftigen) EDV-Möglichkeiten und Notwendigkeiten.