Standardisierung


Heike Neuroth, Inka Tappenbeck und Carola Wessel: Der 8. Dublin Core Metadata Initiative Workshop

Bibliotheksdienst. Organ der Bundesvereinigung deutscher Bibliotheksverbände (BDB), 34 (2000), Heft 11 (November), S. 1807 - 1817

Rezensent Peter Toebak

Das Dublin Core Metadata Element Set enthält 15 Kernelemente zur Beschreibung von v.a. digitalen, aber auch zunehmend konventionellen Informationsressourcen. Zur präziseren Typisierung werden zusätzlich "Qualifier" entwickelt. Für die Veröffentlichung und die Nutzung wissenschaftlicher Informationen ist so ein internationaler und interdisziplinärer Konsens entstanden.

Der DC-Standard wird sich zunehmend durchsetzen für "die interoperable Beschreibung von Ressourcen zum Zwecke des Retrievals von Dokumenten und Objekten unterschiedlichster fachlicher Herkunft durch Maschinen (machine readable) und Menschen (human readable)" (1808). Über das DC-Set können zwischen Metadaten-Domänen ("application profiles") für spezifische Fach- und Anwendungsbereiche crosswalks" (Brücken) gebaut werden.

Das DC-Set hat sich bislang nicht mit der Verwaltung und dem Lebenszyklus der Informationsressourcen befasst. Dies wird sich ändern. DC Administrative Metadata werden entwickelt für die Verwaltung von Metadaten, v.a. im Hinblick auf Rechteverwaltung (rechtliche Aspekte der Metadaten-Entwicklung) und Archivierung (Aufbewahrung), während DC Preservation Metadata für die digitale Archivierung von Dokumenten beabsichtigt sind.

Die Registrierung ("registries") existierender und geplanter Metadatenprojekte, offene Diskussionen, "good-practice guidelines" und Leitfäden zum Umgang mit Metadaten ("training materials", Regelwerke und Handbücher) sind ein wesentlicher Bestandteil des DC-Vorgehens geworden.

Für zentrale "registries" (Standardisierung der Metadatenelemente und -formate sowie Erhöhung der Interoperabilität bekommen immer mehr Gewicht, gerade weil es auch zunehmend lokal-geprägte Metadatenschemas gibt), siehe Carola Wessel, "Publishing and sharing your metadata application profile. 2. SCHEMAS-Workshop in Bonn", Bibliotheksdienst, 35 (2001), Heft 2, S. 189-192.