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Drei Beiträge befassen sich mit New Public Management (Leistungsauftrag, Globalbudget, Kunden- oder Aussen- statt Innenorientierung, Kosteneffizienz) und Controlling im Bibliothekswesen (integrales Informationssystem zur Planung, Steuerung und Kontrolle der betrieblichen Abläufe). Voraussetzung der neuen Methodik ist, dass die Aufgaben, Ziele und Dienstleistungen im Voraus definiert und dadurch messbar werden. Quantitative und qualitative Aspekte sind dabei zu berücksichtigen hinsichtlich Benützung, Katalogqualität, Personalwesen, Durchlauf der Arbeitsprozesse usw.
Standardisierte Leistungsindikatoren (Betriebsdaten, Kennzahlen) und Benchmarking (Leistungsvergleich) haben grosses Gewicht. Kooperations- und Koordinationsformen mit Schwesterorganisationen sind ebenfalls relevant. Die Umsetzung muss dennoch v.a. auch in eigenem Betrieb und im Rahmen der verantwortlichen Verwaltung als Träger, Auftraggeber und übergreifende Organisation stattfinden.
Bereits vorhandene Statistiken, Kunden- und Mitarbeiterbefragungen, Stichprobenerhebungen, Simulationen und Beobachtungen von Vorgängen, aber insbesondere auch reales Zeitschreiben sind wichtige, z.T. nicht unaufwendige Methoden. Beim Controlling handelt es sich grundsätzlich um eine Prozesskostenrechnung: Kostenarten (Personal, Sachmittel, Betriebskosten, Overhead und Infrastruktur), Kostenstellen (Aufbauorganisation, Abteilungen), Prozesse oder Teilprozesse (Arbeitsabläufe mit Zeiterfassung), Kostentreiber (Anzahl Kunden, Menge der Titel, Zuwachs usw.) und Produkte (Output oder Leistungen) werden miteinander in Beziehung gebracht.
Das Vorgehen ermöglicht Kosten- und Leistungstransparenz und ladet zu mehr Flexibilität ein, die Betriebsziele und Prozesse, wenn nötig oder gewünscht, anzupassen. Obwohl die erhoffte Flexibilität öfters beschränkt bleibt, weil die Vorschriften, Kostenstellen und Kostenarten nicht immer leicht geändert werden können, wird die betriebswirtschaftliche Denk- und Handlungsweise auch für das öffentliche Archivwesen vermehrt ins Gewicht fallen. Schon das Denken in Input, Output und Outcome (Wirkung) führt zu einem bewussteren Auftritt nach Innen und Aussen.