Das Besondere der Umlautbuchstaben ä, ö und ü in der deutschen Sprache ist die Gleichwertigkeit eines Sonderbuchstabens (Umlaut) mit einer Buchstabenkombination (ae, oe und ue). Nicht für das Lesen und Verstehen, jedoch für das Auffinden und Zusammenführen von Begriffen und Namen ergeben sich daraus manchmal Probleme. Im Laufe der Zeit sind vier Methoden entwickelt, um diese Schwierigkeiten zu lösen: Konsequente Gleichordnung mit dem Grundbuchstaben (ü = ue = u); Ignorieren der Pünktchen (ü = u); Auflösung des Umlauts (ü = ue); Separierung, dies heisst Ordnung als selbständiger Buchstabe (u --> ü --> v).
Die erste Methode ist die älteste. Die dritte Methode kommt heute am meisten vor und neutralisiert am besten die nachteiligen Auswirkungen in Zettel- und Listenkatalogen (mit linearer Anordnung der Einträge), aber auch bei grenzüberschreitenden digitalen Suchmöglichkeiten (Online-Kataloge, Web-Kataloge). Softwaretechnisch wird eine Hilfsfunktionalität vorgeschlagen, damit auch die nicht-Deutschsprachigen finden werden, was sie suchen. So könnte eine automatische Doppelsuche denkbar sein: Das Suchwort "Müller" löst dann auch die Suche nach "Muller" oder "Mueller" aus. Oder es wird bei einem konkreten Find-Befehl standardmässig einen Hinweis ausgegeben, dass zum Beispiel ä auch ae oder a bedeuten kann.
Es bleibt zu beachten, dass es auch im EDV-Zeitalter bei Datenbanken immer noch eine Art physische Ordnung braucht. Bei riesigen Datenmengen sind schnelle Zugriffe nur dann möglich, wenn es aufbereitete und geeignet geordnete Indexdateien gibt (aufgrund durchdachter Regeln). Sortierte Trefferlisten und Browsing (bei ungenauer Kenntnis der Schreibweise) bleiben überdies unerlässlich und können nicht völlig von gezielten Find-Befehlen ersetzt werden.